Pressemitteilungen

Interreg Deutschland-Danmark: Erste Projekte genehmigt (26.06.2015)

Letzte Chance für INTERREG-Mittel (05.06.2013)

Interessierte Akteure können jetzt noch Geld für Netzwerkprojekte aus dem deutsch-dänischen EU-Programm INTERREG IVA „Fehmarnbeltregion“ beantragen – aber es ist die letzte Chance, die Mittel sind nahezu ausgeschöpft.

Welche Summe noch vergeben werden kann, hängt auch vom Mittelrückfluss der laufenden Projekte ab. Sicher ist nur, dass Antragsteller sich sputen sollten, wenn sie noch eine Förderung aus dem EU-Topf bekommen möchten.

Das INTERREG IVA-Programm „Fehmarnbeltregion“, das die deutschen Kreise Ostholstein und Plön und die Hansestadt Lübeck sowie die dänische Region Sjælland umfasst, läuft mit Ende des Jahres 2013 aus. Zum jetzigen Zeitpunkt sind nur noch Restmittel verfügbar, die interessierte Akteure beantragen können, um ein deutsch-dänisches Netzwerk zu bilden und sich auf die kommende INTERREG 5A-Förderperiode ab 2014 vorzubereiten.

Der INTERREG-Ausschuss tagte unter Vorsitz von Ostholsteins Landrat Reinhard Sager am 29. Mai in Hohwacht. Auf der Sitzung wurde über die Vergabe der Restmittel beraten. Die letzte Frist für das Einreichen einer Ideenskizze für ein Netzwerkprojekt ist der 23. Juli 2013. Es können max. 75 000 Euro Zuschuss beantragt werden. Spätere Anträge sind dann erst wieder in der neuen Förderperiode möglich. Der dänische Vorsitzende, Christian Wedell-Neergaard von der Region Sjælland, sagte: „Wir haben begonnen, die mentale Brücke zu bauen. Jetzt gilt es, neue Netzwerke zu bilden, die auch im zukünftigen Wettbewerb um Förderung mithalten können.“

Grenzüberschreitende Projekte

Insgesamt liefen und laufen seit Beginn der Förderperiode 2007 schon 32 Projekte, an die 22 774 511 Euro vergeben wurden. Das Projekt „Kult.kom – Kultur & Kommunikation“ unter Federführung der Beruflichen Schule Eutin stellte sich auf der Sitzung des Ausschusses vor. In Zusammenarbeit mit der dänischen Schul- und Ausbildungsstätte CELF sowie vielen weiteren Partnern aus dem Bildungsbereich wird hier jungen Menschen die gegenseitige Kultur und Sprache nahe gebracht. Landrat Sager lobte das Projekt: „Dies ist ein gutes Beispiel für eine gelungene deutsch-dänische Kooperation, die die Menschen direkt mit einbezieht.“

Neues Programm

Es ist der erklärte Wunsch der beiden INTERREG-Vorsitzenden, die gute Nachbarschaft weiter zu pflegen. Die Vorbereitungen für INTERREG 5A in der neuen Förderperiode 2014-2020 laufen mit voller Kraft. In einem größeren gemeinsamen Fördergebiet können Akteure aus der Fehmarnbeltregion zukünftig gemeinsame Sache mit Partnern entlang der Jütlandroute machen. Dass es außerdem eine Entbürokratisierung geben soll, werden viele Projektpartner sicher mit Freude hören.

Eine Übersicht über alle Projekte bietet eine neue Broschüre, die über die Internetseite www.fehmarnbeltregion.net heruntergeladen oder im INTEREG-Sekretariat interreg@egoh.de angefordert werden kann. Hier gibt es auch alle Informationen zur Antragstellung und zur Zukunft von INTERREG.

Ostseekonferenz in Maribo (10.11.2010)

Ostseekonferenz in Maribo

Sicherheit, Wohlstand und saubere Umwelt in der Fehmarnbeltregion?

Die Ostseestrategie der Europäischen Kommission soll die Zusammenarbeit im Ostseeraum ermöglichen, um Sicherheit, Wohlstand und eine saubere Umwelt zu schaffen. Aber wie soll dieses in der Praxis aussehen? Diese Frage wird auf der Ostseekonferenz am 18. November im dänischen Maribo diskutiert. Zu der Veranstaltung laden die INTERREG-Verwaltung des deutsch-dänischen Programms „Fehmarnbeltregion“ sowie die INTERREG-Programme Öresund und Südliche Ostsee sowie die dänische Region Sjælland ein. 

Auf der Konferenz wird darüber informiert, was die Ostseestrategie überhaupt ist. Anhand von konkreten Projektbeispielen soll aufgezeigt werden, welchen Mehrwert die INTERREG-Projekte haben können. Der Mehrwert ist dann auch Thema einer anschließenden Podiumsdiskussion, an der politische Vertreter der Region, des Europaparlamentes und des dänischen Folketing teilnehmen. Im zweiten Teil der Veranstaltung findet eine Projektwerkstatt zu den verschiedenen Ausrichtungen der Ostseestrategie statt. Parallel können Projektinteressierte ihre Ideen vorstellen. Laufende Projekte werden sich präsentieren und einen Eindruck über die Möglichkeiten des EU-Förderprogramms INTERREG vermitteln. 

Wer an der Konferenz teilnehmen möchte, kann weitere Informationen über www.fehmarnbeltregion.net erhalten und sich von dort auch direkt bis zum 14.11.10 online anmelden. Die Teilnahme, einschließlich gemeinsamer Fahrt von Puttgarden nach Rødby und von dort mit dem Bus nach Maribo und zurück, ist kostenlos.

Susanne Koch, INTERREG-Sekretariat bei der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein mbH, 10.11.2010

Halbzeit im EU-Programm INTERREG (11.06.2010)

Ein weiteres Mal kamen Anfang Juni die dänischen und deutschen Mitglieder des Begleit- und Lenkungsausschusses zusammen, um über das EU-Programm INTERREG zu beraten und neue Projekte zu bewilligen.

Unter dem Vorsitz der beiden Landräte Dr. Volkram Gebel (Plön) und Reinhard Sager (Ostholstein) sowie dem Lübecker Senator Sven Schindler und dem Vorsitzenden von dänischer Seite Flemming Stenhild wurde insbesondere eine Zwischenbilanz für das Programm gezogen, das zum jetzigen Zeitpunkt quasi Halbzeit in der Förderperiode hat. Aus diesem Grund war ein Schwerpunktthema der Sitzung auch „Die Zukunft von INTERREG in der Fehmarnbeltregion nach Ablauf des jetzigen Programms“. Dabei wurde von den Mitgliedern die Dringlichkeit festgestellt, dass sich die Fehmarnbeltregion rechtzeitig positioniert, um gegenüber der EU-Kommission und den nationalen Behörden ihre Position und ihre Bedürfnisse hinsichtlich einer Fortführung der INTERREG-Förderung auszusprechen. Das Thema soll auch ein Schwerpunkt sein bei der anstehenden Evaluierung der bisherigen Ergebnisse und Effekte des Programms, die in Kürze vergeben werden soll.

Der Lenkungsausschuss hat dann in seiner Sitzung zwei neue Projekte bewilligt.

Mit einem Gesamtzuschuss von ca. 560.000 Euro wird das Projekt „Baltic Flyways“ gefördert, bei dem unter Beteiligung aller relevanten Vogelschutzstationen und Vogelreservate entlang der Vogelfluglinie die Vermittlung der biologischen Vielfalt Schwerpunkt der Zusammenarbeit ist. Die Partner auf beiden Seiten der Fehmarnbelts werden gezielte Naturschutzinitiativen zur Förderung der biologischen Besonderheit und unter Berücksichtigung der besonderen Lebensbedingungen der Zugvögel initiieren. Für die Bürger und Besucher der Region werden neue Erlebnismöglichkeiten entwickelt, um über die Zugvögel zu informieren.

Außerdem wurde mit einem Gesamtzuschuss von ca. 655.000 Euro das Projekt „KulturLINK“ bewilligt, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Kulturschaffenden in der Fehmarnbeltregion zu vernetzen und Kulturangebote zu verknüpfen. Als langfristiges Ziel ist geplant einen Kulturfonds ins Leben zu rufen, der es ermöglicht, deutsch-dänische Aktivitäten im Bereich Kultur finanziell zu unterstützen.

Der Lenkungsausschuss ist bei der Förderung beider Projekte vor allem darüber erfreut, dass mit ihnen Themenbereiche im Programm abgedeckt sind, in denen bisher keine Aktivitäten stattfanden und man zum großen Teil auch ganz neue Akteure für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit finden konnte. Beide Projekte führen außerdem Aktivitäten durch, die auf die Bürger der Region ausgerichtet sind und erfüllen damit hervorragend die Kriterien der neuen Förderstrategie des Programms.

Über die bewilligten Projekte und die beteiligten Partner kann man sich im Internet unter www.fehmarnbeltregion.de informieren. Auf der Homepage des Programms finden sich vor allem auch Informationen über die Förderbedingungen im Rahmen des EU-Programms.

Denn auch wenn im Programm bereits die 2. Halbzeit läuft, so sind noch ca. 6,5 Mio. Euro für weitere grenzüberschreitende Projekte übrig. Projektträger bekommen eine intensive Beratung im INTERREG-Sekretariat in Eutin. Die Mitarbeiter freuen sich daher über zahlreiche neue Projektideen und werden aus diesem Grund im Herbst des Jahres auch noch eine weitere Infoveranstaltung durchführen, um über die Fördermöglichkeiten von INTERREG zu informieren. Die Kontaktdaten finden sich auch auf der Homepage.

 

Gute Nachbarschaft: Noch mehr deutsch-dänische Projekte in der Fehmarnbeltregion (03.02.2010)

An Bord der Fähren zwischen Fehmarn und Lolland sitzen dieser Tage wieder kleine Grüppchen von Deutschen und Dänen beisammen und schmieden eifrig Pläne. Deutsch und Dänisch erklingt, mitunter helfen Hände und Füße bei der Verständigung. Treffen werden vorbereitet, Termine abgestimmt und Budgets verglichen. Es könnte sich dabei um die Mitarbeiter von vier neuen grenzüberschreitenden Projekten handeln, die Ende letzten Jahres bewilligt wurden. Im EU-Förderprogramm INTERREG IVA „Fehmarnbeltregion“ können Initiativen aus den Kreisen Plön und Ostholstein sowie der Hansestadt Lübeck in Zusammenarbeit mit Akteuren aus der dänischen Partnerregion Sjælland erhebliche finanzielle Unterstützung erhalten. Den Vorsitz in den entscheidenden Ausschüssen haben auf deutscher Seite die Landräte Dr. Volkram Gebel (Kreis Plön) und Reinhard Sager (Kreis Ostholstein) sowie Innensenator Thorsten Geißler (Hansestadt Lübeck).

Auf der letzten Sitzung im dänischen Maribo bekamen vier Anträge den Zuschlag für einen Start ab 2010: Unter dem Titel „Belt Trade“ werden die Chancen für die regionale Wirtschaft ausgelotet, die mit Großprojekten wie dem geplanten Bau der festen Fehmarnbeltquerung einhergehen. Unternehmen auf beiden Seiten des Belts erhalten Unterstützung, um etwas vom erwarteten Auftragskuchen abzubekommen. Eine andere wirtschaftliche Initiative, „BeltFood“, ist speziell auf die Ernährungswirtschaft vor dem Hintergrund einer zusammenwachsenden Grenzregion ausgerichtet.

Im Bereich Ausbildung und grenzüberschreitender Arbeitsmarkt engagieren sich zwei weitere Projekte. „Pro-Net“ fördert den Austausch zwischen deutschen und dänischen Ausbildungsstätten, speziell den in Dänemark schon etablierten Produktionsschulen, deren Schüler und Lehrer die Gelegenheit zu gegenseitigen Besuchen und Praktika erhalten. Ein letztes Projekt schließlich prüft, inwieweit die gegenseitige Anerkennung von Berufsausbildungen zu verbessern ist, so dass ein gemeinsamer grenzüberschreitender Arbeitsmarkt Realität werden kann.

Insgesamt laufen im Förderzeitraum 2007 bis 2013 nun zwölf Projekte, die zusammen bereits Zusagen für etwa zwei Drittel des Fördertopfes von 23 Mill. Euro erhalten haben. Diese starke Resonanz wurde im Ausschuss erfreut begrüßt. Damit in Zukunft aber noch Gelder für mehr neue Projekte aus bislang weniger vertretenen Themenfeldern vorhanden sind, wurde eine neue Strategie mit einer Zuschussbegrenzung und einer verringerten Förderquote beschlossen. Insbesondere Anträge aus den Bereichen Forschung, Gesundheit und Umwelt sind sehr willkommen. Auch thematisch breitere Projekte, die eine grenzüberschreitende Strukturverbesserung oder die Stärkung der gemeinsamen Identität in der Fehmarnbeltregion anstreben, werden noch gesucht.

Alle bisher genehmigten Projekte sowie Informationen zum Programm und zur Antragstellung sind auf der Homepage www.fehmarnbeltregion.net zu finden. Und natürlich werden für Projektmitarbeiter auch Sprachkurse gefördert.

Neue Projekte in der Fehmarnbeltregion genehmigt (01.07.2009)

Drei weitere EU-geförderte Projekte werden in den kommenden Jahren diesseits und jenseits des Fehmarnbelts neue Impulse setzen. Im Berufsschulprojekt „Regio-Net“ können Auszubildende aus der dänischen Region Sjælland sowie den Kreisen Ostholstein und Plön und der Hansestadt Lübeck gemeinsam lernen und arbeiten. „Baltic Sailing 2“ erweitert die schon bestehende Zusammenarbeit zwischen dänischen und deutschen Sportboothäfen um das neue Thema der landseitigen Anbindung. Die touristische Vermarktung der gesamten Region, auch vor dem Hintergrund der geplanten festen Querung, hat sich „Destination Fehmarnbelt“ auf die Fahnen geschrieben.

Diese grenzüberschreitenden Projekte erhalten aus dem EU-Förderprogramm INTERREG IVA „Fehmarnbeltregion“ Zuschüsse von insgesamt mehr als 4,5 Mill. Euro, wie auf der letzten Sitzung des Dänisch-Deutschen Lenkungsausschusses im Juni beschlossen wurde. Die Zuschussquote beträgt bis zu 75 %. Alle bisher genehmigten Projekte sowie allgemeine Informationen zum Programm der Förderperiode 2007–2013 und zum Antragsverfahren sind auf der Homepage www.fehmarnbeltregion.net zu finden. Neue Projektideen sind jederzeit willkommen.

INTERREG IV "Fehmarnbeltregion"; 23 Mio Euro für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit (28.01.2008)

Eutin. Nachdem sich die Kreise Ostholstein und Plön sowie die Hansestadt Lübeck zusammen mit der dänischen Partnerregion Sjælland im vergangenen Jahr intensiv auf das neue Förderprogramm INTERREG IVA vorbereitet haben, erfolgte jetzt von Brüssel die offizielle Genehmigung des Programms für die Fehmarnbeltregion. Zusammen mit den beiden Landräten der Kreise Ostholstein und Plön, Reinhard Sager und Dr. Volkram Gebel sowie dem Bürgermeister der Hansestadt Lübeck, Bernd Saxe, freuen sich alle Akteure der Region auf Fördermittel in Höhe von 22,9 Mio. Euro. Diese Mittel stehen bis 2013 für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zur Verfügung.
Während Reinhard Sager und Bernd Saxe erfreut sind, die Kooperation der vergangenen Jahre fortführen zu können, erhofft sich Dr. Volkram Gebel vor allem neue Impulse für den Kreis Plön, der bisher von der K.E.R.N.-Region betreut wurde und jetzt neuer Partner der Fehmarnbeltregion ist.

Derzeit laufen die letzten Vorbereitungen für den Programmstart. Über die ersten Projekte kann schon Anfang April entschieden werden. Neue Projektideen sind daher jederzeit willkommen!

Das EU-Programm INTERREG IVA richtet sich in erster Linie an öffentliche oder semi-öffentliche Projektträger aus der Region Sjælland, den Kreisen Ostholstein und Plön oder aus der Hansestadt Lübeck. Die Projektträger müssen eine Kofinanzierung von mindestens 25% mitbringen, die auch in Form von Eigenleistungen erbracht werden kann. Unter der Voraussetzung, dass mindestens ein dänischer und ein deutscher Partner ein Projekt gemeinsam durchführen, können sie für Projekte aus den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Kultur, Forschung, Gesundheit, Umwelt, Arbeitsmarkt und Bildung EU-Zuschüsse von bis zu 75% erhalten, was im Idealfall dazu führt, dass nur noch 25% selbst getragen werden müssen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Förderprogrammen der EU wird das INTERREG-Programm in der Region verwaltet und regionale Vertreter entscheiden über die Förderung von Projekten. Das INTERREG-Sekretariat bei der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein in Eutin (Telefon 04521 808 10 oder Email interreg@egoh.de) unterstützt Projektträger aus Ostholstein, Plön und Lübeck bei der Entwicklung ihrer Ideen, nimmt die Projektanträge entgegen und hilft nicht nur bei der Suche nach einem dänischen Projektpartner, sondern bei allen technischen Fragen des Förderprogramms. Erste Infos sowie ein Überblick über die bisher in den alten Programmen geförderten Projekte befinden sich auf den Internetseiten unter www.fehmarnbeltregion.net.