Anforderungen

Allgemeine Anforderungen an Projekte 

Der Zuschuss aus INTERREG-Mitteln für Einzelprojekte kann nach Förderentscheidung bis maximal 75 % der förderfähigen Kosten betragen. Die Regelung legt fest, dass nur solche Projekte mit INTERREG-Mitteln gefördert werden können, an denen sich im Rahmen der Kofinanzierung Träger aus dem öffentlichen, dem öffentlich gleich gestellten oder semi-öffentlichen Bereich als Projektträger und Zuschussgeber mit einem maßgeblichen Finanzierungsanteil beteiligen.
Ein geringer Anteil der Kofinanzierung kann auch aus privaten Mitteln erfolgen.

Die tatsächliche Höhe des Zuschusses ergibt sich aus der Höhe der Gesamtkosten des Projekts sowie der Höhe der eingebrachten Kofinanzierung (siehe unter Fördermöglichkeiten).

Für alle Projekte gilt, dass sie den EU-Verordnungen, möglichen ergänzenden nationalen Regelungen und dem Inhalt des INTERRG IV A Programms „Fehmarnbeltregion“ folgen müssen.
Die Antragskriterien leiten sich aus den Zielsetzungen des INTERRG IV A Programms ab. Die Qualität des Projektes wird danach beurteilt, inwieweit das Projekt die folgenden Kriterien erfüllt:

Das Projekt

  • dient der wirtschaftlichen Positionierung der Region entlang der Achse Hamburg-Kopenhagen/Malmö,
  • verbessert die Attraktivität der Fehmarnbeltregion,
  • schafft mehr grenzüberschreitende Information und Wissen für die Bevölkerung der Region,
  • fördert die Integration,
  • dient der Schaffung einer wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Gemeinschaft,
  • stärkt die regionale Wirtschaftsstruktur,
  • dient der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen sowie der Qualifizierung von Arbeitslosen, insbesondere auch für Frauen,
  • trägt zur Lösung grenzüberschreitender Probleme bei,
  • fördert die Zweisprachigkeit,
  • fördert das gegenseitige Verständnis,
  • fördert die regionale Identität und den europäischen Gedanken,
  • gibt der Zusammenarbeit in der Region neue Impulse,
  • hat Pilot- oder innovativen Charakter,
  • wirkt sich positiv oder neutral auf Gleichstellung von Mann und Frau aus,
  • wirkt sich positiv oder neutral auf jede Form der Nichtdiskriminierung aus,
  • wirkt sich positiv oder neutral auf die Umwelt und den Prozess der Nachhaltigkeit aus,
  • unterstützt die Schwerpunktbereiche der Ostseestrategie,
  • hat Effekte auch nach Ablauf des Förderzeitraumes.

Als weitere Mindestanforderungen an ein förderfähiges Projekt gelten folgende Kriterien:

  • das Projekt wird gemeinsam entwickelt und inhaltlich sowie finanziell gemeinsam von mindestens einem dänischen und einem deutschen Projektpartner durchgeführt (wobei jeder Projektpartner für seine Finanzen verantwortlich ist und haftet),
  • das Projekt ist additionell und tritt nicht an die Stelle originärer Aufgaben,
  • für jedes Projekt wird ein Leadpartner benannt, der der federführende Begünstigte ist,
  • die Antragsteller kommen aus dem öffentlichen oder diesen gleich gestellten Bereichen sowie aus dem im weiteren Sinn öffentlichen Bereich (semi-öffentlichen Bereich),
  • es liegt ein gemeinsamer und von allen Partnern unterschriebener Projektantrag, gleich lautend in dänischer und deutscher Sprache vor,
  • das Projekt hat grenzüberschreitenden Charakter,
  • die Kofinanzierung erfolgt aus öffentlichen oder privaten Mitteln,
  • das Projekt hat einen nachhaltigen Effekt auch nach Ablauf des Förderzeitraums.

Besondere Anforderungen an Projekte aus geschlossenen Fokusthemen (zur Schließung von Fokusthemen siehe unter Fördermöglichkeiten):

Es müssen mindestens drei der folgenden Kriterien eindeutig erfüllt sein:

  • Das Projekt hat Multieffekte, d.h. Effekte innerhalb von mehr als einem Fokusthema, und diese Effekte sind deutlich dokumentierbar.
  • Das Projekt trägt zu extraordinär großen grenzüberschreitenden Effekten bei, darunter insbesondere bürgernahe Aktivitäten. 
  • Das Projekt ist auf mehrere Zielgruppen ausgerichtet – hierunter allgemeine Bürger. 
  • Das Projekt hat Potenzial, ein Leuchtturmprojekt insbesondere für die Fehmarnbeltregion und die Ostseeregion zu werden.
  • Das Projekt wird von neuen Projektpartnern durchgeführt, die vorher (INTERREG IIIA und IVA) keine Förderung bekommen haben.
  • Das Projekt unterstützt neue Aktivitäten, die besonderen Wert für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit haben. 
  • Das Projekt wird in Teilen der Region durchgeführt, in denen vorher noch keine Aktivitäten durchgeführt wurden, und trägt damit zur Abdeckung der gesamten Regionsgeographie bei.