Antragsverfahren

Grundsätzlich können Anträge das ganze Jahr über eingereicht werden.

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Meilensteine

Die INTERREG-Administration nimmt eine Bewertung und Einschätzung der Anträge auf Grundlage der Antragskriterien und der Förderrichtlinien in drei Meilensteinen vor. Zwischen den Meilensteinen erfolgen in Abstimmung mit den Projektpartnern und dem INTERREG-Sekretariat, Anpassungen und Korrekturen. Da eine Beurteilung der eingereichten Unterlagen sowohl vom INTERREG-Sekretariat als auch von der Verwaltungsbehörde vorgenommen wird, nimmt sie unterschiedlich Zeit in Anspruch. Im Folgenden sind die drei Meilensteine und die benötigte Zeit der INTERREG-Administration näher beschrieben:

1. Meilenstein: Projektidee als Skizze

Bewertung der Projektidee auf Grundlage einer kurzen Projektskizze;
2-4 Wochen Bearbeitungszeit durch die INTERREG-Administration

Es wird empfohlen, eine Projektidee bereits vor Einreichung eines formellen Antrags auf Grundlage des Antragsformulars von der INTERREG-Administration dahingehend prüfen zu lassen, ob die Projektidee grundsätzlich die Ziele des INTERREG-Programms erfüllt und ob die bis dahin schon feststehenden Projektpartner, förderfähig sind. Dies kann auf Grundlage einer formlosen Projektskizze erfolgen, die am besten per Email an das INTERREG-Sekretariat gesendet wird. Nachdem der Eingang der Projektskizze bestätigt wird, erhalten die Projektpartner spätestens nach 4 Wochen eine Rückmeldung über die Einschätzung der Projektidee durch die INTERREG-Administration.

2. Meilenstein: Erster formeller Antragsentwurf

Bewertung des ersten Antragsentwurfs (Antragsformular und Anlagen);
4-8 Wochen Bearbeitungszeit durch die INTERREG-Administration

Nachdem eine Projektidee so weit ausgearbeitet wurde, dass die Partner feststehen, diese sich über die Projektaktivitäten geeinigt haben und ein gemeinsames Projektbudget ausgearbeitet haben, muss das Antragsformular vollständig ausgefüllt sein und einschließlich Anlagen (Projektbudget und ggf. weitere Anlagen) beim INTERREG-Sekretariat eingereicht werden. 

Es erfolgt dann eine detaillierte Prüfung des Antrags von Seiten der INTERREG-Administration. Es wird u.A. geprüft, ob die beteiligten Partner förderfähig sind, ob die beschriebenen Aktivitäten förderfähig sind und, ob sie angemessen sind, um die Ziele des Projekts und damit des Programms erfüllen zu können. 

Das aufgestellte Budget wird detailliert geprüft. Es wird geprüft, ob die einzelnen Kostenpositionen korrekt berechnet worden sind, ob die Kosten angemessen sind und ob sie im Verhältnis zu den im Antrag beschriebenen Aktivitäten stehen. Der Antrag wird insgesamt dahingehend geprüft, ob er verständlich und transparent ist, so dass er keine Fragen offen lässt und bei Vorlage im Lenkungsausschuss von den Mitgliedern verstanden wird. 

Nach der Prüfung durch die INTERREG-Administration in dieser Phase bekommen die Projektträger vom INTERREG-Sekretariat Empfehlungen für die Verbesserung und Optimierung des Antrags und sie werden auf eventuelle Fehler hingewiesen, die korrigiert werden müssen. Es werden auch Fragen gestellt, sollte der Antrag an einigen Stellen nicht verständlich sein oder Zusammenhänge nicht klar beschrieben sein. 

Die Kommunikation zwischen dem INTERREG-Sekretariat und den Projektträgern läuft zu diesem Zeitpunkt bereits über den Projektträger, der als Leadpartner im Projekt vorgesehen ist.

Dieser Abstimmungsprozess zwischen dem INTERREG-Sekretariat und dem Leadpartner nimmt in der Regel einige Wochen in Anspruch. Es wird daher dringend empfohlen, dass die Projektpartner ausreichende Ressourcen für diesen Prozess vorhalten. Während dieser Phase findet meistens eine intensive Kommunikation zwischen dem INTERREG-Sekretariat und dem Leadpartner statt, bis alle Nachbesserungen und Korrekturen in den Antrag eingearbeitet worden sind.

3. Meilenstein: Vollständiger Antrag

Bewertung des endgültigen Antrags;
ca. 8 Wochen Bearbeitungszeit durch die INTERREG-Administration

Wenn alle Nachbesserungen und Korrekturen aus der vorherigen Phase in den Antrag eingearbeitet worden sind, muss ein fertiger und vollständiger Antrag einschließlich aller Unterschriften und Anlagen bis spätestens zur Antragsfrist beim INTERREG-Sekretariat eingereicht werden. 

Der Leadpartner erhält eine Eingangsbestätigung. Es findet dann von der gesamten INTERREG-Administration eine abschließende Prüfung des Antrags statt. Danach können nur noch minimale Korrekturen vorgenommen werden, um ihn als endgültigen Antrag rechtzeitig auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Lenkungsausschusses setzen zu können. Es wird empfohlen auch zu diesem Zeitpunkt des Antragsprozesses ausreichend Zeit für die minimalen Korrekturen zu reservieren. 

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Hinweise, Richtlinien und Verordnungen zur Förderung von Projekten aus dem INTERREG IV A Programm „Fehmarnbeltregion“ enthält das Handbuch. Projektanträge (Antragsmuster) müssen beim INTERREG-Sekretariat eingereicht werden.

Es ist wünschenswert und hilfreich, mit einer Projektidee frühzeitig Kontakt mit dem Sekretariat aufzunehmen. Kontakt